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Wo finde ich HIV-Selbsthilfegruppen?

In jedem Bundesland gibt es Stellen, die dir bei der Suche nach Selbsthilfegruppen helfen. Sie nennen sich Koordinierungsstellen für Selbsthilfe. In Berlin zum Beispiel ist das SEKIS. Dort kannst du anrufen und fragen, welche Gruppen es in deiner Nähe gibt. Die Mitarbeiter:innen können dir genau sagen, wo du Unterstützung findest und wie du Kontakt aufnimmst.

Auch die AIDS-Hilfen sind eine super Anlaufstelle. Sie sind in ganz Deutschland vertreten und haben viel Erfahrung im Umgang mit HIV und AIDS. Viele Selbsthilfegruppen organisieren sich sogar direkt bei den AIDS-Hilfen. Das bedeutet, du findest dort oft nicht nur Informationen, sondern kannst auch direkt mit anderen Betroffenen in Kontakt treten. Gruppen in Berlin findest du hier.

Bei der DAH gibt es explizite migrantische Netzwerke als Anlaufstellen, bei denen man sich bundesweit mit Anderen engagieren kann.

Manchmal findet man nicht sofort die perfekte Gruppe. Aber das ist kein Grund zur Sorge! Du kannst auch selbst die Initiative ergreifen und eine eigene Selbsthilfegruppe gründen. Das ist eine tolle Möglichkeit, wenn du das Gefühl hast, dass eine bestimmte Art von Unterstützung fehlt. Du kannst eine Gruppe für Menschen gründen, die ähnliche Hintergründe oder Erfahrungen haben wie du, zum Beispiel auch Migrant:innen sind, auch , auch jung etc.

Das Gute ist: In Deutschland gibt es finanzielle Unterstützung für solche Gruppen. Oft fördern die gesetzlichen Krankenkassen Selbsthilfegruppen. Das bedeutet, du kannst Gelder beantragen, um deine Gruppe zu starten und auf Dauer zu finanzieren. Die Koordinierungsstellen für Selbsthilfe in deiner Region können dich auch dabei beraten, wie du Fördergelder beantragst und worauf du achten musst.

Egal, ob du eine bestehende Gruppe suchst oder selbst eine gründen möchtest: Du bist nicht allein. Hol dir unbedingt Rat bei den Koordinierungsstellen für Selbsthilfe in deiner Region oder bei der AIDS-Hilfe vor Ort. Sie helfen dir gerne weiter!