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Wo und wie bekommt man die PrEP?

Für die PrEP brauchst du immer ein Rezept von einer Ärztin oder einem Arzt! Nur Praxen mit spezieller Ausbildung dürfen die PrEP verschreiben. Das sind vor allem HIV-Schwerpunktpraxen oder speziell geschulte Ärzt:innen. Hier kannst du nach solchen Praxen suchen.

Es gibt verschiedene Regeln:

Für gesetzlich Versicherte:

  • Nur bestimmte Praxen mit spezieller Ausbildung dürfen die PrEP verschreiben.

  • Wenn du ein hohes Risiko hast, dich mit HIV zu infizieren, bezahlt die Krankenversicherung die Untersuchungen und die Medikamente.

  • Das Rezept kannst du in jeder Apotheke einlösen. In der Regel muss man 5-10 Euro Zuzahlung bezahlen.

Für Privatversicherte:

Frage deine Versicherung, ob sie die PrEP bezahlt. Wenn nicht, musst du die Kosten selbst zahlen.

Keine Krankenversicherung oder wenig Geld:

  • Du kannst in die Zentren für sexuelle Gesundheit gehen. Dort bekommst du Beratung, die notwendigen Untersuchungen und ein Privatrezept, das du selbst bezahlen musst. Eine Monatspackung kostet etwa 40–70 €.

  • Bei der Clearingstelle kannst du prüfen lassen, ob du eine Krankenversicherung bekommen kannst. In manchen Fällen bezahlt die Clearingstelle das Rezept.

Erstverschreibung: Wenn du das erste Mal die PrEP verschrieben bekommen möchtest, führt die Ärzt:in mit dir zunächst ein Beratungsgespräch durch. Dabei wird zum Beispiel geklärt, ob du ein hohes Risiko hast, wie das Verfahren ist und ob die PrEP der richtige Weg für dich ist. Außerdem werden die Einnahme der PrEP und ihre Risiken und Nebenwirkungen besprochen. Wenn ein hohes Risiko für HIV-Infektionen vorliegt, kann die Ärztin die PrEP verschreiben.

Zudem finden Untersuchungen zu den Leber- und Nierenwerten und ein HIV-Test statt. Nur wenn der HIV-Test negativ ist, darf die PrEP verschrieben werden. Auch andere STI-Tests werden durchgeführt.

Auch während der Einnahme werden alle drei Monate medizinische Untersuchungen durchgeführt.