Wo kann ich hingegen bzw. meinen Fall melden, wenn ich in der Arztpraxis oder im Krankenhaus nicht gut behandelt werde, zum Beispiel in Fällen von Fahrlässigkeit, Diskriminierung oder racial profiling von medizinischem Personal?
Hier findest du noch mal die wichtigsten Anlaufstellen und Schritte auf einen Blick, wenn du Diskriminierung im Gesundheitsbereich erfährst. Bei Diskriminierung in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder im Krankentransport findest du auch spezielle Empfehlungen.
1. Dokumentation ist wichtig
Schreibe alles genau auf: ○ Wer? ○ Wann? ○ Wo? ○ Was genau? ○ Gibt es Zeug:innen?
Bewahre alle Unterlagen (Berichte, Arztbriefe, E-Mails) auf.
2. Beschwerde direkt bei der Einrichtung:
Du kannst zuerst versuchen, eine Beschwerde beim Krankenhaus, der Klinik oder Praxis einzureichen. Dort gibt es meist eine Beschwerdestelle oder Patientenfürsprecher:innen, die sich um Probleme kümmern.
Wichtig: Beschreibe möglichst genau, was passiert ist (Datum, Uhrzeit, Personen, Vorfall).
3. Patienten- und Verbraucher:innenberatung
Unabhängige Beratungsstellen unterstützen dich dabei, deine Rechte durchzusetzen und helfen bei Beschwerden. Zum Beispiel: Patientenberatung Deutschland (UPD) www.patientenberatung.de , Tel: 0800 011 77 22 (kostenfrei)
4. Spezielle Anlaufstellen bei Diskriminierung / Rassismus
Spezielle Beratungsstellen beraten dich persönlich und können dir teilweise auch rechtliche Hilfe geben oder eine Anzeige mit dir gemeinsam machen. 5. Ärztekammern und Berufsgerichte
Wenn du Fehlverhalten oder Fahrlässigkeit durch Ärzt:innen oder medizinisches Personal vermutest, kannst du eine Beschwerde bei der zuständigen Ärztekammer einreichen.
Die Kammer kann berufsrechtliche Maßnahmen prüfen.
6. Rechtliche Schritte
Wenn du willst, kannst du dich auch rechtlich beraten lassen, z. B. durch eine:n Fachanwalt:in für Medizinrecht oder Arbeitsrecht (bei Diskriminierung am Arbeitsplatz). Das musst du aber selbst bezahlen.
