Welche Symptome gibt es bei Syphilis?
Am sichersten wird Syphilis durch eine Blutuntersuchung festgestellt, weil Menschen infiziert sein können, ohne eindeutige Symptome zu zeigen. Mehr dazu weiter unten. Die Kosten für den Bluttest werden von der Krankenversicherung aber nur übernommen, wenn es bei dir Krankheitszeichen gibt oder wenn bei Menschen, mit denen du Sex hattest, Syphilis festgestellt wurde.
Syphilis läuft ohne Behandlung grob in vier Phasen ab. In allen Phasen kann die Krankheit weitergegeben werden, auch wenn man keine Symptome hat!
Phase 1: Ansteckung und erste Woche
Erstmal spürt man nach einer Infektion nichts. Es dauert etwa drei Wochen nach der Ansteckung, bis sich schmerzlose Geschwüre ( eine Wunde oder offene Stelle auf der Haut oder Schleimhaut, die nicht heilt) bilden. Je nachdem bei welcher Art von Sex Menschen sich angesteckt haben, kann das an den Genitalien, im Mund oder am Anus sein. Manchmal schwellen die Lymphknoten an. Die Geschwüre heilen oft von selbst ab, aber die Erreger sind noch im Körper.
Phase 2: Die Bakterien breiten sich im ganzen Körper aus.
Nach einigen Wochen können Betroffene müde sein, Fieber bekommen oder Kopf- und Gelenkschmerzen haben. Typisch ist ein Hautausschlag, oft auch an Handflächen und Fußsohlen. Diese Krankheitszeichen verschwinden von alleine. Wichtig: Die beschriebenen Symptome müssen nicht immer von Syphilis kommen. Es gibt auch viele Syphilis-Infektionen ohne Symptome oder mit Symptomen, die nicht bemerkt werden.
Phase 3. Stille Phase (Latenz)
Diese Phase kann mehrere Jahre dauern. In dieser Zeit fühlen Betroffene sich gesund und haben keine Beschwerden. Die Bakterien sind aber nach wie vor im Körper und können andere Menschen anstecken.
4. Spätfolgen nach vielen Jahren
Wenn Syphilis über viele Jahre nicht behandelt wird, kann es zu schwerwiegenden Folgen wie Schädigung des Gehirns, des Herzens von Nerven oder Gefäßen kommen. Heutzutage kommt das aber sehr selten vor, denn mit einer rechtzeitig begonnenen Behandlung lässt sich Syphilis gut heilen.
