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Welche Nebenwirkungen haben die PrEP und die PEP?

Die meisten Menschen vertragen die PrEP und PEP gut. Aber wie bei allen Medikamenten kann es aber auch Nebenwirkungen geben.

Wenn du mit der PrEP anfangen möchtest, sprichst du normalerweise vorher mit einer Ärztin. Sie macht dann ein paar einfache Tests, zum Beispiel: Leber- und Nierenwerte, HIV-Test (PrEP darf nur verschrieben werden, wenn man HIV-negativ ist) und weitere STI-Tests.

Am Anfang der PrEP haben manche Menschen leichte Nebenwirkungen wie: Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Bauchschmerzen. Diese Beschwerden gehen meist nach ein paar Tagen weg. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.

Wenn du die PrEP länger nimmst, wird die Nierenfunktion kontrolliert, denn die PrEP kann schlecht für die Nieren sein. Wenn du eine Hormontherapie machst oder andere Medikamente nimmst, wird vielleicht auch öfter etwas kontrolliert – aber nicht, weil es besondere Risiken gibt, sondern einfach aus Vorsorge. Für die meisten Menschen ist die PrEP sicher.

Die PEP ist ein stärkeres Medikament, das du 28-30 Tage lang einnimmst. Wegen der stärkeren Wirkung haben manche Menschen stärkere Nebenwirkungen, zum Beispiel: Müdigkeit, Bauchschmerzen oder Stimmungsschwankungen. Diese Nebenwirkungen sind zwar unangenehm, gehen aber vorbei und zeigen, dass das Medikament wirkt, um HIV zu blockieren.

Wenn du Nebenwirkungen hast, die dir sehr unangenehm sind, solltest du die Einnahme nicht einfach stoppen. Hole dir Unterstützung: Sprich mit einer Ärztin, einem Arzt, in der Apotheke oder mit einer oder migrantischen Gesundheitsorganisation. Es ist völlig in Ordnung, Fragen zu stellen. Du hast das Recht auf eine Behandlung, die zu deinem Körper passt.