Was sind sexuelle Funktionsstörungen?
Sexuelle Funktionsstörungen (auch sexuelle Probleme oder Dysfunktion genannt) sind Probleme mit dem Sexualleben, unter denen Menschen leiden. Manche Menschen haben solche Probleme zusammen mit einer Krankheit – zum Beispiel mit einer psychischen Erkrankung oder mit körperlichen Beschwerden.
In den für Ärzt:innen (ICD-10 für Diagnostik) gibt es eine Liste von sexuellen Problemen:
Kein oder wenig sexuelles Verlangen → Die Person hat keine Lust auf Sex. Wichtig ist jedoch: Wenn jemand keine Lust auf Sex hat, bedeutet das nicht automatisch, dass „etwas nicht stimmt“. Es ist völlig in Ordnung, keine Lust auf Sex zu haben – wenn es sich für die betroffene Person richtig anfühlt.
Sexuelle Abneigung → Die Person hat Angst, Ekel oder fühlt sich sehr unwohl beim Sex.
Der Körper reagiert nicht wie erwartet → z. B. keine Erektion bzw. keine feuchte
Probleme mit dem Orgasmus → Die Person kann keinen Orgasmus bekommen oder hat dabei Schwierigkeiten.
Vaginismus → Die verkrampft sich, wenn man versucht, penetrativen Sex zu haben. Das kann wehtun.
Früher Samenerguss → Die Person mit Penis kommt beim Sex sehr schnell zum Orgasmus – früher, als gewollt.
Schmerzen beim Sex → Die Person hat Schmerzen während oder nach dem Sex.
Sehr starkes sexuelles Verlangen → Die Person will sehr oft Sex haben und kann kaum aufhören daran zu denken.
