Manche Gynäkolog:innen wollen nur wenige Tests durchführen. Warum? Was kann ich tun?
Leider gibt es immer wieder Berichte, dass Gynäkolog:innen sich nicht für STI-Testungen verantwortlich fühlen und nicht darauf vorbereitet sind, ohne Vorurteile über das Thema zu sprechen. Das hat vielleicht mit alten Rollenbildern zu tun, die Frauen oder Menschen mit und Vagina kein aktives Sexleben außerhalb einer festen Beziehung zugestehen oder damit, dass STI Tests eher mit Ärzt:innen für Haut-und Geschlechtskrankheiten verbunden werden. Vielleicht sehen aber Gynäkolog:innen ihre Rolle auch mehr in der Geburtsbegleitung oder in der Krebsvorsorge. Mehr Informationen dazu findest du in diesem Beitrag.
Wenn du dich in einer gynäkologischen Praxis nicht gut aufgehoben fühlst, kannst du immer wechseln. Du kannst auf Seiten wie queermed-deutschland.de und gynformation.de nach Ärzt:innen suchen, die dich ernst nehmen. Besonders Menschen, Migrant:innen, und Personen haben es oft schwer, wenn sie medizinische Hilfe brauchen. Es gibt viele Hindernisse, wie Sprache oder Vorurteile, die es erschweren können, die richtige Behandlung zu bekommen. Das führt dazu, dass viele Menschen keine Diagnose bekommen oder nicht richtig behandelt werden. Manchmal wird ihnen sogar gesagt, dass sie selbst für ihre Symptome verantwortlich sind.
Bei Frage 103 und 104 erklären wir, wann in Deutschland die Kosten für einen STI-Test übernommen werden und bei Frage 107 erfährst du, wo und wie du dich in Berlin testen lassen kannst.
Es ist wichtig, dass du deine Rechte kennst!
